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Kreuzweg - Kreuz weg - Projekt

 

In der Fastenzeit machen die Kinder der kath. Religionsgruppe des 4. Jahrgangs der Johannes-Maaß-Schule ein besonderes Projekt. Sie haben Jesu Weg ans Kreuz auf 6 Leinwänden gemalt und diese zu einem 2,50 m großen Kreuz im Schulflur vor einem Fenster zusammengebaut und aufgestellt. Jesus ist am Kreuz gestorben, aber dort ist er nicht geblieben. Wo ist er aber jetzt? Gemäß dem Wortspiel "Kreuzweg - Kreuz weg" nehmen die Kinder nun jeden Mittwoch ein Bild aus ihrem Kreuz heraus und bringen es an Orte, an denen sie Jesus heute finden. Begonnen haben sie an Aschermittwoch und nahmen das erste Bild mit in den Schulgottesdienst der Maria-Hilf-Kirche. Es folgen Besuche im Seniorenheim Robert-Krekel-Haus, in der Kita Bergkirche, auf dem Nordfriedhof, in der Kita Maria Hilf und eventuell in einer Arztpraxis oder der Teestube der Diakonie oder, oder. Die Kinder hatten noch weit mehr Einfälle, wo sie Jesus heute finden, wohin sie die Bilder bringen möchten. Sie finden, Jesus lebt auch in Einzelpersonen weiter und ihnen fielen gleich mehrere ein, denen man ein Stück Kreuzweg bringen könnte.
Die Idee zu diesem schönen Projekt brachte ihre Religionslehrerin Cordula Vogt aus dem Urlaub mit. Inspiration fand sie bei dem Borkumer Bildungsreferenten und Künstler Andreas Langkau, der dies vor zwei Jahren so ähnlich auf der Nordseeinsel umsetzte. Sein Projekt kann man im Internet ansehen unter www.kreuz-weg.de
Bei der Übergabe erklären die Kinder jeweils kurz dieses Projekt, singen ein Lied und lesen zu ihren Bildern selbstgeschriebene Gedichte vor. Die Bilder sind eine Leihgabe bis Ostern. Die neuen Besitzer dürfen sie auch gerne für immer behalten.
Und was passiert in der Zwischenzeit in der Schule? Dort steht ein großer Holzrahmen in Kreuzform, der von Woche zu Woche leerer wird, bis man an Ostern den freien Blick in den Frühlingshimmel haben wird.
Auferstehung!


von Gustav aus der Klasse 4c:
Die katholische Religionsgruppe der 4. Klassen hat ein großes Holzgestell in Form eines Kreuzes bekommen. Es ist 2,50 m hoch und steht im Neubau am Fenster. In dem Holzgestell sind sechs große Bilder reingestellt, die Jesu Weg ans Kreuz zeigen. Die haben wir selbst gemalt. Auf dem ersten Bild sieht man Jesus, der reitend auf einem Esel in Jerusalem einzieht. Die Leute jubeln und wedeln mit Palmblättern. Das zweite zeigt, wie Jesus seinen Jüngern die Füße wäscht. Das dritte Bild zeigt Jesus und seine Jünger, wie sie Brot und Wein verspeisen. Auf dem vierten Bild sieht man Judas Hand, in die gerade Geld fällt. Er hat Jesus verraten. Daneben sind Jesus Hände gefesselt zu sehen. Auf dem fünften Bild ist ein Kreuz mit der Inschrift INRI und eine goldene Dornenkrone. Auf dem letzten Bild sind drei Kreuze auf einem Berg gemalt und der steinige Weg dorthin. Aber dahinter geht ein Licht auf. Wir wissen, dass Jesus aufersteht vom Kreuz. Kreuzweg - Kreuz weg!
Wir haben jede Woche ein Bild herausgenommen und weggebracht. So ist das Kreuz nun weg. Da haben wir die Bilder hingebracht: In die Maria-Hilf-Kirche zum Aschermittwochsgottesdienst, ins Altenheim, in den Kindergarten der Bergkirche, in die Kita Maria Hilf, in die Kapelle auf den Nordfriedhof für die nächste traurige Familie, die dort eine Beerdigung feiern muss. Das letzte sollte Frau Douglass bekommen. Sie hatte leider keine Zeit. Jetzt hängt es in der Kinderkapelle der Bergkirche. Da passt es auch gut hin.

 

 

 

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